Geistige Zeitreise in die Welt des Schamanismus

Schamanismus drückte sich ursprünglich in geschlossenen Gruppen mit religiöser Tradition und Ethik in den Gebieten Sibiriens, aber auch dem später hinzukommenden europäischen Sektor aus. Schamanismus ist weit verbreitet und gehört zu den ältesten praktizierten Heilmethoden. Prediger unterliegen keinen besonderen Regeln, sondern fühlen sich mit allem und jedem verbunden und binden dabei ihre Seele mit ein. Schamanismus definiert sich über das Erlangen eines erweiterten Bewusstseinszustandes mit dem Ziel, eine Verbindung mit der Anders Welt einzugehen.

Unter einem Schamanen versteht man einen Menschen, der die geistige Fähigkeit besitzt, um mit wohlgesonnenen oder unversöhnlichen Geistern in Kontakt zu treten. Gewöhnlich fällt dem Prediger während der Ausübung seines feierlichen Brauches in eine Art Trancezustand, in dem er heilende als auch visionäre Befähigungen erreicht und ausübt. Eine schamanische Energieübertragung kann sich heilend auf die psychische sowie physische Haltung eines Menschen auswirken und als positiver Indikator der eigenen Gefühlswelt wahrgenommen werden.

Schamanische Heilung

Die wesentlichen Merkmale der vielfältigen Aufgaben eines Vertreters der schamanischen Einheit liegen in der Heilung eines Menschen sowie das Wiederherstellen von Ordnung innerhalb von Gemeinschaften. Hier drücken sich vor allem die sozialen Merkmale eines Geistheilers aus. Natürlich gehört das Abhalten von Zeremonien zu den wichtigen Aufgaben eines Schamanen. Aus dem abgehaltenen Ritus bezieht er seine Kräfte, durch die er hilfreiche Weisheiten weitergeben kann.

Schamanische Arbeit deckt bei seelischen Störungen den Ursprung des Übels auf, was eine Besserung veranlasst. Im Bewusstseinsverändertem Zustand verlässt der Schamanismus Lehrende die stoffliche Welt und taucht in seiner schamanischen Reise in die Andere Welt ein. Von mythischen Wesen begleitet, bittet er durch die ihm offenstehenden Kommunikationsmöglichkeiten Pflanzen und Tieren um heilende Unterstützung.

Schamanische Reise

Der Inbegriff Schamanischer Reisen ist mit einem tranceähnlichen Bewusstseinszustand zu vergleichen. Während dieses Vorgangs fühlt sich der Körper schwebend, fast schwerelos an und tritt innerhalb des geistigen Empfindens an eine neue, wahrnehmbare Stelle, die uns bisher verschlossen blieb. Wir entdecken plötzlich ein tief in uns schlummerndes verwurzeltes Leistungsvermögen und bringen unsere verloren geglaubte Seelenanteile zu Tage. Doch um während einer schamanischen Reise in die Welt die beseelten Sphären erfühlen zu können, bedarf es eines tiefen Bewusstseinssprungs. Ein Geistheiler in Trance besitzt die Energie, seinen Geist vom Körper zu lösen und in die Welt des Übernatürlichen zu wechseln. Bei dieser Reise will der Schamane Antworten auf seine Fragen finden.

Energiearbeit

Um bereits vorhandene schwere Energien von uns zu lösen, kann eine schamanische Energiearbeit heilend auf unbewusste Blockaden reagieren und Erkrankungen, die bereits manifest ausgebildet sind, lösen. Während der Durchführung des Energieausgleiches findet eine Heilung durch die Rückholung verlorengeglaubter Seelenanteile statt.

Blockaden können in vielen Situationen entstehen. Arbeitsüberlastungen, Ängste oder ständiger seelischer Druck führen oftmals zu Blockaden, die Energien rauben und Krankheiten auslösen können. Techniken im Schamanismus umfassen den Einsatz der Energiearbeit, damit der unterbrochene Energiefluss wieder in seine normale Funktion zurückfindet.

Als Medizinrad wird das menschliche Leben im Kreise seiner Geburt und Wiedergeburt verstanden. Der Mensch lebt in einem Kreislauf aus Natur und weltlicher Einbettung. Einige der gut erhaltenen Medizinräder befinden sich im Norden der USA und Kanadas südlicher Region. Die Lehren dieser Bräuche wirken unterstützend bei der Suche nach seiner eigenen Identität, nach dem bisher Erreichten und den Gedanken an die Zukunft. Die Bewusstwerdung der eigenen Fähigkeiten, mit dem Ziel weiter zu wachsen, um sich ohne Ängste seinem weiteren Leben stellen zu können.

Rituale in Form von Meditationen finden durch ihre Unterstützung durch Trommelklänge und Gesangseinlagen. Blockaden und Ängste können bei dieser spirituellen Überlieferung gelöst werden. Sinnhaft stärken die Bräuche aufgrund der Predigen die geistigen Kräfte eines Menschen und können ihm durch die neuerworbenen innerseelischen Prozesse dabei helfen, sich psychisch wieder zu erholen.

Zeremonien verbinden Schamanen mit fließender Lichter der Gottheiten. Magische Praktiken wie der „sTag dmar Cham“ finden ihren Einsatz zur Huldigung der alten Benq Gottheiten, deren Weisheiten mit Tänzen des roten Tigerdämonen durch Gesänge und Masken überboten werden.
Ayni richtet sich auf den Austausch von Energien und der Gegenseitigkeit der Menschheit aus. Innerhalb des Spektrums der Ausgeglichenheit tauschen wir Energien aus, die den Einzelnen als Abbild eines großen Ganzen prägt. Gerade in Peru wird das Weltgeschehen auf einer Unausgeglichenheit der Menschheit angesehen und aufgrund dieser Reaktion ihr stabiles Gleichgewicht verlieren kann.

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